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4. Elternbrunch zum Thema EssstörungenAm 26.01.2012 informierten Herr Dr. med. Oliver Kratz, Leitender Oberarzt der Kinder und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit am Universitätsklinikum Erlangen, und seine Kollegin Dr. med. Mareile Bezold im Theaterraum viele interessierte Eltern über Essstörungen. Bei dem Lesen der Einladung hat sich der eine oder andere sicher augenzwinkernd die Frage gestellt, wie das Thema „Essstörungen“ zum Elternbrunch, bei dem es bekanntlich immer sehr viele leckere Dinge zu essen gibt, passt. Im Laufe der Veranstaltung wurde aber recht schnell deutlich, dass unser Konzept, in gemütlicher Runde beim Brunch über Themen zu reden, die Eltern und Lehrern unter den Nägeln brennen, auch diesmal wieder aufgegangen ist.
Störung der Körperwahrnehmung!Die Referenten boten dabei eine ansprechende Mischung aus Informationen zu den Erkrankungen Anorexia nervosa (Magersucht) und Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht) sowie praktischen Ratschlägen für Eltern und Lehrer. So wurde z.B. deutlich, dass beim Krankheitsbild der Anorexie aufgrund der gestörten Körperwahrnehmung der Betroffenen oft keine rationale Diskussion über die Erkrankung möglich ist. Selbst bei gravierendem Untergewicht erleben sie sich als zu „dick“.
Hinschauen und Handeln!Interessant zu hören war in diesem Zusammenhang auch, dass trotz der oft fehlenden Krankheitseinsicht eine Therapie wichtig ist und das Eltern und Lehrer in der Pflicht sind, nicht wegzuschauen, sondern zu handeln. Als Ansprechpartnerin vom Kreisjugendring Forchheim war außerdem Frau Angelika Kotissek anwesend. Sie brachte neben vielfältigen Informationsmaterialien auch einige Kollagen von betroffenen Mädchen mit, die im Rahmen der Mädchenarbeit KORALLE des KJR entstanden sind und sehr realistische Einblicke in die Gefühlswelt der Mädchen gewährten.
Gegen Ende der Veranstaltung war wie immer Zeit für Fragen und den gemeinsamen Austausch. Ein großer Dank gebührt wieder allen Eltern und Frau Karin Gerwien vom Elternbeirat, die die Veranstaltung mit Essensspenden und praktischer Hilfe unterstützten. Renate Juriga |


