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Ab in die „Pfütze“!Am 15.12.2011 besuchten die Klassen 6a, 6b und 6d das Theater „Pfütze“ in Nürnberg.
Dass auch Sechstklässler hin und wieder noch ganz gern in Pfützen herumspringen, ist bekannt, wie es in „der Pfütze“ aussieht, dagegen weniger. Seit Donnerstag, dem 15.12.2011 sind die Schüler der Klassen 6a, 6b und 6d in dieser Hinsicht schlauer. Sie besuchten nämlich mit den Lehrerinnen Frau Nachtigall, Frau Fischer und Frau Juriga das Theater „Pfütze“ in Nürnberg und schauten sich das Stück „Niemand heißt Elise“ an.
Niemand ist ganz schön besonders!Im Stück geht es um eine junge Frau, die eines Tages an einem Bahnhof im Grenzgebiet auftaucht und eine Fahrkarte kaufen will. Sie musste wegen des Krieges ihre Heimat verlassen und ist auf der Flucht. Doch Züge fahren in dem Grenzgebiet schon lange nicht mehr. Lukas, der dienstbeflissene Bahnwärter, der weiterhin Tag für Tag auch ohne Fahrgäste und Reisebetrieb arbeitet, ist hin- und hergerissen. Soll er die Frau wieder fortschicken? Schließlich ist der Aufenthalt auf dem Bahnhof verboten - so lautet die Vorschrift. Schließlich kommt er darauf, dass Elise ohne Ausweis, Geld und Wohnung ein „Niemand“ ist. Da die Vorschrift lautet: „Niemand darf auf dem Bahnhof bleiben“, ist es naheliegend, dass Elise bleibt… In der darauffolgenden Zeit entdeckt Lukas Tag für Tag mehr: „Niemand“ riecht gern Kaffee und spielt Akkordeon. „Niemand“ friert, wenn es kalt ist, und hat Angst, wenn es donnert. „Niemand“ heißt Elise und stellt Lukas Vorschriften ganz schön auf den Kopf.
Heimat ist wichtig, Heimat tut gut!Im Deutschunterricht hatten die Schüler sich schon mit dem Inhalt des Theaterstücks auseinandergesetzt und z.B. überlegt, was für jeden einzelnen „Heimat“ bedeutet und was Heimat für einen Menschen ausmacht. So war es während der Aufführung nicht schwer, der Handlung zu folgen und vielleicht auch leisere Zwischentöne zu verstehen. Neben der Fahrt zum Theater wurde der Tag durch einen Besuch des Christkindlesmarktes und der adventlich geschmückten Nürnberger Innenstadt sowie dem Fahren mit der neuen führerlosen U-Bahn abgerundet. Pfützen finden wir jetzt noch toller als vorher… Es war sicher nicht unser letzter Besuch in diesem kleinen aber feinen Theater. Renate Juriga |


