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| Shakespeares gesammelte Werke |
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Shakespeares gesammelte WerkeAm 30.03.2010 bekam die Realschule Ebermannstadt Besuch von der Theatergruppe „Fritz und Freunde“ aus Augsburg, um „Shakespeares gesammelte Werke“ in deutscher Sprache zu präsentieren. Nachdem der ursprünglich geplante Termin aufgrund widriger Wetterverhältnisse leider ausfallen musste, verwandelten heute die drei Herren um den Theaterleiter Fritz Weinert die heimische Turnhalle in einen Theatersaal. Hufeisenförmig waren die Sitzmöglichkeiten um das liebevoll gestaltete Bühnenbild angeordnet, so dass man fast den Eindruck bekam, in einem richtigen, „Shakespeare-Englischen“ Theater zu sitzen.
Die meisten Schüler wirkten anfangs noch etwas angespannt und nervös. Welche Erwartungen sollte man an die Theaterstücke eines längst gestorbenen Schriftstellers schon stellen? Doch bereits nach den ersten Minuten konnte man in erstaunte Schülergesichter blicken. Was dann kam, hatte wohl keiner erwartet. In elisabethanischer Manier, wie zu den Zeiten des großen Schriftstellers üblich, wurden die Frauenrollen ausschließlich von drei männlichen Schauspielern dargestellt, die in ihrer Art des Spielens den Schülern auch in gewisser Weise sehr „nah“ kamen. Es wurde gerappt, gesungen, geweint und gelacht. Die Zuschauer ließen sich nicht nur in das italienische Verona des 16. Jahrhunderts entführen, sondern fanden sich auch in einer, sagen wir, etwas eigensinnigen Kochshow, einem Miniaturfußballstadion oder am dänischen Königshof wieder.
Mit Charme und publikumsnahem Witz gelang ein Schnelldurchlauf durch Shakespears sämtliche Komödien und Tragödien. Hier seien vor allem Romeo und Julia, Macbeth, Othello und als krönender Abschluss Hamlet genannt. Letzteres wurde sogar stellenweise durch einige dargestellte Handpuppenszenen im Original angespielt. Doch wie es so sein soll, das Beste kommt zum Schluss. Die Schauspieler ließen es sich nicht nehmen, als Highlight die Schüler selbst mit einzubeziehen und gaben ihnen die Möglichkeit einen Ausschnitt aus Hamlet durch aktive Schauspielerei wie auch durch gruppendynamische Zurufe mitzugestalten. Die Idee, diesen „verstaubten“ klassischen Theaterstoff so publikumsnah darzustellen, kommt ursprünglich aus England und hat in dieser Form auch schon das Publikum im Nürnberger Schauspielhaus begeistert. Von dort stammen auch die wundervollen Kostüme, wie uns Herr Weinert verriet.
Abschließend bleibt uns nur noch zu sagen, danke „Fritz und Freunde“ für die geballte Ladung Shakespeare, die zu Tränen rührte – Lachtränen – und danke an die Klassen 8 und 9 als ein tolles Publikum und vielleicht hat die Aufführung den einen oder anderen ja dazu motiviert, doch einmal in einen originalen Shakespearetext oder in ein echtes Theater hineinzuschauen. Eva Stanislaus und Christine Heinzel Noch viel mehr Bilder von der Aufführung gibt's hier. |


